Er ging viel zu früh

..wie findet man die besten Worte.
Seit der 3. Klasse hatten wir unendlich viel Zeit miteinander verbracht. Wir gingen Beide zusammen an die Sportschule nach Güstrow und bewohnten das gleiche Zimmer. Er schlief im Doppelstock-Bett über mir und sein Spint war neben meinem.
Dann weiter in Schwerin, im Internat hatten wir eine tolle Zeit. Wir haben gelernt, trainiert, gefeiert. Nicht nur in Lübz beim Karneval. Haben unsere 10. Klasse gemacht und gingen in die Lehre und lebten dann im Internat in Zippendorf.
Auf dem Großen Dreesch wohnten wir später fast nebeneinander. Er war mein Trauzeuge. Er fuhr eine 250 MZ, ich nur eine 150iger- Neid – niemals. Wir waren zusammen im Urlaub in Budapest 1988. Er fuhr mit seinem Wartburg ohne STOP bis Brno, wo wir uns trafen. In Budapest jagte er uns von einer Sehenswürdigkeit zur Nächsten. Meine Frau war schwanger…
Wir verfolgten mitten in der Nacht sein Speerwurf – Finale in Seoul. 6. Platz -Geil.
Dann trennten sich unsere Wege. Er ging mit seiner Partnerin nach Potsdam – ich blieb in Schwerin.
Aus den Augen schon, aber nicht aus dem Sinn. Zu unseren  50. Geburtstagen, seiner am 8.1. – meiner im Sommer, haben wir wie früher die „Sau“ rausgelassen.
Mit 58 muss man nicht gehen!
In Gedenken – Alle die dich kannten – und das waren Viele, weil sie dich mochten,  POLDI !

G/G

Artikel: Quelle SVZ

Comments are closed.