Deutsche Meisterschaften U18-U20

29.-30.7.2016 Mönchengladbach

2x Silber für den SSC

Einen guten Einstieg für den SSC bescherte Hochspringer Luca Meinke (U18) dem SSC Team. Er belegte 2015 sehr überraschen den 3. Platz bei der DM in Jena. Hier nun Silber mit ansagen trotz leichter Kniebeschwerden, nach einem sehr anstrengenden aber erfolgreichen Saisonverlauf. Hinter Lucas Mihota, mit dem Luca vorher bei der U18 EM startete, belegte er mit übersprungenen 2,07m, mit deutlichem Vorsprung vor dem Dritten, Platz 2.
Gleichzeitig im Wettkampf befanden sich unsere Stabhochsprung-Zwillinge Dovile und Laure Scheutzow (U18). Leider wurde ihr Wettkampf, beide lagen mit übersprungenen 3,50m ganz vorn im Wettbewerb, wegen eines schweren Unfalls nicht nur 2 Stunden unterbrochen, sondern am Ende auch abgebrochen. Nach aktuellen Informationen soll dieser Wettkampf bei den Deutschen U16 in Bremen am 6.-7.8. erneut ausgetragen werden.
Am Samstag wurde als nächster Starter Niklas Haase-Dreisprung (U20) vom Team unterstützt. Sein Saisonverlauf war in diesem Jahr von großen Schwankungen gekennzeichnet. Als fünf Bester gemeldet, war sein Ziel mit einer guten Leistung diese Platzierung zu halten. Das gelang Niklas. Mit guten 14,59m (Platz 5)war er mit seinem Saisonschluss durchaus zufrieden. Fast Zeitgleich auf der Gegenseite bestritten unsere Stabhochspringer Tom-Linus Humann und Gilian Ladwig (U20) ihre Meisterschaft. Tom, leider nach seiner Verletzung im Mai, war doch noch nicht wieder der Alte.
2015 wurde er Deutscher Meister bei der U 18. Im ersten Jahr U20 wäre er gern um eine Medaille mitgesprungen. Bei 4,55 begann er seinen Wettkampf um dann weiter bei 4,70m zu springen. Leider schaffte er diese Höhe nicht mehr. Über Platz 10 war Tom doch sehr enttäuscht. Trainingskamerad Gilian, 2015 gewann er überraschend Bronze in Jena mit 4,60m, wollte um Platz 6 kämpfen. Mit seiner Bestleistung von 4,80m war das ein reales Ziel. 4,70m und Platz 8 standen am Ende im Protokoll. Mit 4,80m hätten für Platz 5 gereicht. Beide greifen im nächsten Jahr in Ulm, noch einmal in der U20,  erneut an.
Dann war da noch Nick Woischwill, Jahrgang 2000 (U18) bei seinen ersten größeren Deutschen Meisterschaften. Trainer Niels Uwe Bernhardt hatte eigentlich nur Angst vor einem Fehlstart. Nick war aber so Cool. Lief mit Bestzeit  (11,02 Sek.) zwischen einige Muskelprotzen in den Zwischenlauf. Toll gemacht. Knapp 2 Stunden später im Zwischenlauf legte er nochmals eine tadellose Zeit (11,04 Sek.) hin. Man muss wissen, er ist mit 11,18 Sekunden angereist.  Hätte es einen B-Endlauf gegeben, Nick wäre dabei. Am Ende aber mit Platz 10 hat er einen super Einstand gegeben. Die 10 wird im nächsten Sommer ganz bestimmt vor dem Komma stehen.
Am längsten auf ihren Einsatz, diesmal im Dreisprung, musste Karoline Steppin (U20) warten. Karoline war erst im Laufe der Saison vom Weitsprung auf den Dreisprung gewechselt. Mit einer Bestleistung um 12,36m hatte sie gute Endkampf- Ambitionen. Alle Teilnehmerinnen, unter ihnen auch Katharina Mattern (SCN) als ehemalige Schwerinerin(5.), brauchten etliche Versuche bis der Wettkampf an Fahrt aufnahm. Dritter Durchgang 12,61m –Bestleistung , 4. Sprung 12,77m nochmals Verbesserung – SILBER– . Das die Leistung der Siegerin (13,01m) fragwürdig zu Stande gekommen war, interessierte Karoline herzlich wenig. Endlich der ersehnte Lohn für ihren jahrelangen Trainingsfleiß. Glückwunsch auch an ihren Trainer, Lars Kowalik, der auch Niklas betreut.
Stabhochtrainer Andreas Rändler unterbricht am Wochenende seinen Jahresurlaub, um mit den Zwillingen in Bremen nochmals anzutreten. Nachwuchstrainer Niels Uwe Bernhard fährt am kommenden Wochenende mit seinen U 16 Talenten zur DM nach Bremen. Auch ihm herzlichen Glückwunsch zu Nick und Luca.

G/G

  1. Man muss auch mal verlieren können. Die Weite der Dreisprung-Siegerin Stefanie Aeschlimann wurde anfangs vom Kampfrichter falsch eingetragen (12,01m), dann jedoch fairerweise korrigiert. Dass es 13,01m waren, sah jeder auf der Tribüne. Endgültige Gewissheit – und das dürfte auch Ihnen mittlerweile bekannt sein – brachte dann die Auswertung der Biomechanik. Sie bestätigte die 13,01m. Als effektive Sprungweite (Summe aus offizieller Sprungweite und Weitenverlust am Balken) von Aeschlimann wurde von der Biomechanik sogar 13,10m angegeben. Wir gönnen Karoline von Herzen ihre Steigerung auf 12,77m. Dennoch sollten Sie fair bleiben und nicht davon sprechen, dass die Leistung der Siegerin „fragwürdig zustande kam“.

  2. Hans-Joachim Grande

    Hallo Herr Köchel,
    Sie müssen bei der Abgabe von Kommentaren mit Kritik auch Ross und Reiter nennen. Wo hat Karoline behauptet, dass die Siegerleistung fragwürdig war ? Der Verfasser des Beitrages hat dies geschrieben, aber nicht Karoline. Also immer sachlich bleiben.

    • Ich habe nie behauptet, dass das Karoline gesagt hat. Also bitte genauer hinschauen. Und sachlicher geht es wohl kaum, als die bloßen Fakten aufzuzählen. Aber sachlich war der Verfasser dieses Beitrags ja nicht gerade.

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