2,21 Meter! Luca Meinke mit Bestleistung glänzender Fünfter

14.07.2018 | U20-WM 2018

Silke Bernhart

Luca Meinke konnte im Hochsprung-Finale der U20-WM vollends überzeugen. Mit neuer Bestleistung mischte er vorne mit und strahlte schlussendlich über 2,21 Meter und Rang fünf. Sein Trainer Gerd Wessig, Olympiasieger von 1980, erlebte im Stadion von Tampere mit, wie sein Schützling ihm den U20-Landesrekord von Mecklenburg-Vorpommern entriss.

„Dass die anderen 2,23 Meter und fast 2,25 Meter springen, kann man vorher nicht ahnen“, staunte Luca Meinke (Schweriner SC), nachdem das hochklassige Hochsprung-Finale ein Ende gefunden hatte. Ohne Groll und Neid, sondern voller Stolz auf die eigene Leistung erkannte er am Samstag an, dass vier Athleten besser gewesen waren. Zum Beispiel der Grieche Antonios Merlos, dem er selbst noch die freudige Nachricht übermittelte, dass er soeben Gold gewonnen hatte, gemeinsam mit Roberto Vilches (Mexiko) und knapp vor JuVaughn Blake (USA) und Breyton Poole (Südafrika), die alle 2,23 Meter meisterten.

Für Luca Meinke bleibt ein starker Wettkampf mit einem starken fünften Platz. Nach einem Fehlversuch bei 2,07 Meter meisterte er alle Höhen einschließlich der neuen Bestmarke von 2,19 Meter im ersten Versuch. Schon da war der U20-Landesrekord von Mecklenburg-Vorpommern eingestellt. „Da habe ich mir gedacht, den hole ich mir jetzt richtig.“ Tatsächlich meisterte er im dritten Versuch auch 2,21 Meter. Bestleistung um satte vier Zentimeter gesteigert. Es war eine Höhe, die bei zurückliegenden Titelkämpfen schon häufig für eine Medaille gereicht hatte.

Daran verschwendete der rundum zufriedene DLV-Athlet, der mit einem schweren Armbruch lange hatte pausieren müssen, aber keinen Gedanken. Sondern holte sich schnellstmöglich die Glückwünsche von Heimtrainer Gerd Wessig und Nachwuchs-Bundestrainer Jan-Gerrit Keil ab. Gerd Wessig hatte 1978 mit 2,19 Meter die Landesrekord-Marke gesetzt, die Luca Meinke in Tampere überbot – zwei Jahre später wurde er Olympiasieger, mit 2,36 Meter. Ein kleines Stück Geschichte hat sein Schützling am Samstag schon fortgeschrieben.

Quelle: leichtathletik.de

Unsere Zweite Starterin in Tampere, Stabhochspringerin Dovile Scheuzow schied leider in der Qualifikation aus. Bis 3,95m lief  ihr Wettkampf hervorragend. Alle Höhen meisterte sie im 1. Versuch. Mit einer Bestleistung von 4,05m angereist, konnte sie folgende Höhe von 4,10m leider nicht mehr überwinden und kam am Ende auf Platz 16. Für Dovile bleiben viele tolle Eindrücke und neuer Schwung für die Zukunft, ihrer noch jungen Laufbahn. In Rostock bei den Deutschen Meisterschaften in 14 Tagen wird sie sicher mit viel Energie und Selbstvertrauen um eine neue Bestleistung und nach Möglichkeit um eine Medaille Kämpfen.

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